Netzwerkveranstaltungen

Wie gehen andere Schulen mit dem Thema Stipendien um? Was funktioniert gut und worauf müssen wir achten? Wie kann ich das Thema in den Schulalltag integrieren, so dass es einen Mehrwert hat und keine Mehrbelastung wird?

Wir möchten Sie einladen, mit anderen Schulen ins Gespräch zu kommen – lernen Sie Best Practice Beispiele kennen und lassen Sie andere Schulen an Ihren Erfolgsgeschichten teilhaben.

12.12.2019 StipendienKultur Ruhr und Schule im Gespräch

„Für mich und unsere Schule war das ein gelungener Auftakt, um eine Stipendienkultur zu etablieren“, Katharina Kühling vom Berufskolleg im Bildungspark Essen. Sie war eine von knapp 20 TeilnehmerInnen der Netzwerkveranstaltung „StipendienKultur Ruhr und Schule im Gespräch“. Ziel war es, die Etablierung einer Stipendienkultur an den Schulen im Ruhrgebiet voranzutreiben. 


Besonders wichtig und eindrucksvoll waren dabei die Erfahrungsberichte dreier StipendiatInnen, die das Bewerbungsverfahren schon erfolgreich absolviert hatten: Büşra wird gefördert von der Hans-Böckler-Stiftung und Benjamin von der Studienstiftung des deutschen Volkes; Celine ist RuhrTalent. Alle teilnehmenden LehrerInnen von Berufkollegs, Gesamtschulen und Gymnasien waren beeindruckt von den individuellen Lebensgeschichten, die zeigten, dass bei der Vergabe von Stipendien nicht nur die Noten berücksichtigt werden, sondern z.B. auch das soziale Engagement oder familiäre Umstände. Darüber hinaus beeindruckten die StipendiatInnen mit der Erkenntnis, dass es bei Stipendien nicht nur um die finanzielle Förderung, sondern vor allem um die ideelle Wegbegleitung geht. So profitieren Stipendiaten – unabhängig von welcher Stiftung sie gefördert werden – von ihren neu gewonnen Netzwerken, Workshops und anderen Fortbildungsangeboten.

Im Rahmen einer Zukunftswerkstatt konnten sich die TeilnehmerInnen dann darüber austauschen, was an ihrer Schule bisher noch nicht so gut in der Stipendienbegleitung funktioniert, wie der Idealzustand aussehen könnte und was davon tatsächlich realisierbar ist Dabei wurden Ideen gesammelt, wie z.B. die Ernennung eines Stipendienbeauftragen aus dem Kollegium oder eine routinemäßige Besprechung des Themas „Stipendien“ in Konferenzen. 
Cordula Bego-Ghina von der Anne-Frank-Gesamtschule in Dortmund fühlte sich am Ende der Veranstaltung inspiriert und bestätigt in ihrer Arbeit: „Es ist spannend, über den Tellerrand rauszuschauen! Neben neuen Ideen wird auch deutlich, was eigentlich schon gut an der eigenen Schule läuft!“

30.11.2019 StipendienKultur Ruhr und Studienstiftung des deutschen Volkes im Gespräch

Nachdem die Studienstiftung des deutschen Volkes bereits seit zwei Jahren mit dem NRW-Zentrum für Talentförderung kooperiert, ist bei einem Treffen der beteiligten Partner am Samstag, 30. November 2019, im NRW-Zentrum für Talentförderung der Westfälischen Hochschule in Gelsenkirchen der Startschuss für das gemeinsame Vorhaben gefallen. „Das Ruhrgebiet ist ein Hotspot für Talente. Viele Jugendliche aus weniger privilegierten Familien unterschätzen oft ihre eigenen Leistungen, kennen Fördermöglichkeiten nicht und haben zu wenig Selbstvertrauen, sich für ein Stipendium zu bewerben. Mit dem Schülerstipendienprogramm RuhrTalente aktivieren wir bereits gezielt schlummernde Potenziale von Bildungsaufsteiger*innen frühzeitig und
ermutigen Talente zu einer Bewerbung für die Begabtenförderung. Es ist an der Zeit, diese Ermutigung nun gebündelt in die Breite zu tragen!“, sagt Marcus Kottmann, Leiter des NRW-Zentrums für Talentförderung.

Im Ruhrgebiet leben viele junge Menschen mit verborgenen Talenten. Diese Talente gilt es zu unterstützen. Eines der wirkungsvollsten Mittel ist dabei ein Stipendium. Umso wichtiger ist es, die Vorschlags- und Empfehlungskultur im Ruhrgebiet zu verbessern, um die Zahl der BewerberInnen zu erhöhen. „Die Studienstiftung des deutschen Volkes hat das Potenzial aus dem Ruhrgebiet erkannt: Wir setzen uns deshalb gemeinsam mit dem NRW-Zentrum für Talentförderung und den Projekt-Teams von StipendienKultur Ruhr dafür ein, mehr SchülerInnen und Studierenden in der Region die Möglichkeiten für ein Stipendium aufzuzeigen“, sagt Sybille Kalmbach, stellvertretende Generalsekretärin der Studienstiftung. Die Idee der bundesweit einmaligen Kooperation: StipendiatInnen der Studienstiftung, die als BotschafterInnen an die Schulen und Hochschulen gehen, um die Vorzüge eines Stipendiums an Lernende und
Lehrende zu vermitteln, tauschen sich regelmäßig mit den rund 40 Talentscouts im
Ruhrgebiet und den beiden Projekt-Teams von „StipendienKultur Ruhr“ aus. 

Stipendien sind, neben der persönlichen Beratung, das wirkungsvollste Instrument der Talentförderung an den (Hoch-)Schulen im Ruhrgebiet. Neben einer finanziellen Unterstützung profitieren StipendiatInnen vor allem vom neu erschlossenen Netzwerk, das Stipendienwerke anbieten, sowie von kostenlosen Fort- und Weiterbildungsangeboten. Um das Vorschlagswesen und die Empfehlungskultur zu stärken und nachhaltig zu verbessern, sind seit 2019 zwei Projektteams mit dem Namen „StipendienKultur Ruhr“ unterwegs – die einen in den Ruhrgebiets-Hochschulen und die anderen in den Ruhrgebiets-Schulen. Beide Teams flankieren die Arbeit der BotschafterInnen der Studienstiftung sowie der Talentscouts. Die Projekt-Teams von „StipendienKultur Ruhr“ unterstützen als kompetente Ansprechpartner und koordinieren etwa Beratungsangebote an den jeweiligen Institutionen.
„StipendienKultur Ruhr ist hier in der Region enorm wichtig“, so Kalmbach. „Wir haben damit eine zentrale Ansprechpartnerin in der Region gefunden, die bereits über ein breites Netzwerk an den Schulen und Hochschulen verfügt. Wir hingegen bringen einen Pool von Studierenden ein, die authentisch, engagiert und motivierend über ihr Studium und die Förderung mit einem Stipendium der Studienstiftung des deutschen Volkes berichten können – und die mit ihrem eigenen Werdegang dafür stehen, dass sich eine Stipendienbewerbung lohnt.“